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Hanns Heinz Ewers. Führer durch die moderne Literatur. 300
Würdigungen der hervorragendsten Schriftsteller unserer Zeit [1906].
Herausgegeben von H. H. Ewers unter Mitwirkung von Victor Hadwiger,
Erich Mühsam und René Schickele. 220 Seiten. Kartoniert. 19,—
Euro [D]. ISBN 3.934818.23.4 (korrigierter und kommentierter Neudruck
der Erstausgabe, herausgegeben von Arne Drews und Danielle Winter
mit einem Vorwort von Jürgen Peters) (=
edition einst@jetzt 10).
Die längst überfällige Wiederentdeckung eines
ungewöhnlichen Zeitdokumentes als überaus brauchbares
Nachschlagewerk für die Literatur um 1900 in Deutschland: Eine
schonungslose, nichtsdestotrotz meist treffsichere Kritik deutscher
Schriftstellerinnen und Schriftsteller (und ausländischer sofern sie Einfluß auf die deutsche Literatur um 1900 hatten) und ihrer Werke
durch die kommende Literatengeneration: Ewers (35), Hadwiger
(28), Mühsam (28), Schickele (23). Zudem: Eine
ganze Reihe der Autoren, insbesondere der Autorinnen, sucht man in
anderen Nachschlagewerken vergeblich.
Nicht zuletzt dokumentiert dieser Ratgeber einen
Generationenkonflikt im ausgehenden Kaiserreich. So kritisierten
zeitgenössische Rezensenten den Schwerpunkt auf »Nur=Literatentum
und radikalsten Modernismus« ebenso wie den auffällig hohen
Frauenanteil. Beides Aspekte, die dieses Werk heute so überaus
wertvoll – und nebenbei: auch lesbar – machen.
Fascino Dell'Italia. Italienische Kultur in Hannover seit 1500.
Lebniz'Kabinett 1. Publikation zur gleichnamigen Ausstellung
in der Gottfried Wilhelm Leibniz Bibliothek - Niedersächsische
Landesbibliothek vom 08. - 19. Juni 2006 anlässlich des Empfanges
zum italienischen Nationalfeiertag mit freundlicher Unterstützung
des Generalkonsulats der Republik Italien.
25 Abb. 48 Seiten. 15 x 15 cm. 5,— Euro [D]. ISBN 978.3.934818.71.2.
»Adam Seide«. Munitionsfabrik 13. Herausgegeben von der Hochschule
für Gestaltung Karlsruhe. Gedenkausgabe für Adam Seide (1929 -
2004), dem Gründer und Herausgeber der Zeitschrift (1998 - 2004).
Mit zahlreichen Beiträgen und Fotos; Vita und Bibliographie. 24
Seiten. 34 x 49 cm (!). Gefaltet. 7,— Euro [D]
Von 1958 bis 2004 hat er, der »Kunstaufspürer
und Menschenfischer«. der Literatur- und Kunstszene in Deutschland
Impulse gegeben. Von den Anfängen in der Galerie Seide (der ersten
privaten in Hannover nach dem Krieg) über seine legendäre
Zeitschrift Egoist und die Romane und Erzählungen bis zur
Lehrtätigkeit an der HfG Karlsruhe (vers|fabrik !).
Dazwischen liegen ungezählte Projekte, Bücher,
Zeitschriften, Feste, Gründungen (das erste LiteraturBüro) aller
Art... Er war jemand, der die Menschen bewegt, sie angestiftet hat
wie kaum ein zweiter. Rastlos für die Kunst, in seiner
unnachahmlichen Bescheidenheit mehr für die anderer als für seine
eigene.
Diese Gedenkausgabe ist der Auftakt, letzteres
zu ändern. Weitere Projekte werden folgen. Revonnah plant für 2006
eine Ausstellung mit Katalog zu Leben und Werk; parallel entsteht an
der HfG Karlsruhe ein Adam Seide Archiv.
Wer mit
Material oder Informationen diese Projekte unterstützen kann, wende
sich bitte an den Verlag.
Tobias Soffner (Hrsg.) -
my favourite chords - augenblicke in liedern.
Eine Anthologie: Kurzgeschichten über Musik.
128 Seiten. Kartoniert. 9,—
Euro [D]. ISBN 978.3.934818.69.9
Die Reise, auf die uns
das Buch „my favourite chords – augenblicke in liedern“ mitnimmt,
beginnt bei Jon Landau samt seiner berühmten Hommage an Bruce
Springsteen und endet bestohlen und mit gebrochenem Herzen auf einem
alten Lastkahn mitten in Belgrad. Dreizehn kleine Erzählungen, teils
larmoyant, teils aggressiv, teils voller Liebe, teils voller Hass –
genau wie die Musik, von der sie sich leiten lassen. Das weite
Gefühlspektrum der Musik findet sich in diesen Geschichten wieder:
Wut, Hoffnung, Verzweiflung, Angst, Freude.
Ein Buch wie ein Freund,
der Freitag abends überraschend vor der Tür steht und einen in die
Nacht hinauszieht: hat seine Fehler, ist kindisch und übertreibt es
oft – doch immerhin hat er Bier dabei und will einfach nicht nach
Hause gehen.
Von üblichen Dramen auf
einer Party, von Sinnsuche, früher Midlifecrisis bis zu verlorener
Jugend ist vieles enthalten, doch stets mit gewisser Ironie. Es wird
erzählt, wie Tom Waits die Welt vor der Postmoderne bewahrt, warum
Bob Dylan ein Verschwörer ist, weshalb Heavy Metal niemals stirbt
und wie es im Inneren der Partypeople von heute aussieht. Eines
haben alle Autoren gemein: sie sezieren keine Songs, bejubeln nicht
die Ikonen des Pop – sie zelebrieren einfach das gute alte
Musikding. Zwischen Hunter S. Thompson, Nick Hornby und Tony Parsons
sucht dieses Buch seinen Platz. Es will sich freuen, aber nicht Fan
sein, es will hassen, aber nicht verbittern.
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