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Liste der ins Netz gestellten
Portraits über
Hans Pleschinski
Adam Seide
Liste der
Beiträger
Oskar Ansull,
Karin Beindorff,
Günter Beyer,
Uta Brandes,
Georg Oswald Cott,
Arne Drews,
Peter Düker,
Joachim Dyck,
Michael Erlhoff,
Petra Feil,
Manfred Geier,
Heidi Goch,
Eckhard Gruen,
Jochen Hengst,
Katja Huning,
Ruth Jarre,
Kai Jürgens,
Arnim Juhre,
Petra Kästner,
Irmela Körner,
Stephan von Kolson,
Frank Kopanski,
Gisela Kramer,
Leo Kreutzer,
Ulrich Liebe,
Dirk Liebenow,
Dirck Linck,
Michael Lissek,
Stephan Lohr,
Wolfgang Martynkewicz,
Egon Netenjakob,
Axel-René Oestmann,
Thorsten Paprotny,
Jürgen Peters,
Heiko Postma,
Wilhelm Heinrich Pott,
Lydia Richter,
Gabriele Ricke,
Henning Rischbieter,
Ulrike Sárkány,
Wolfgang Werner Sauer,
Dagmar Schäfer,
Christian Schneider,
Thomas F. Schneider,
Hans J. Schütz,
Margarete von Schwarzkopf,
Uwe Schweikert,
Adam Seide,
Heiner Siefken,
Gerd Spiekermann,
Klaus Stadtmüller,
Melanie Stitz,
Jochen Stöckmann,
Rolf Strube,
Johann P. Tammen,
Claudia Toll,
Jeanne Vandré,
Elisabeth Vollers-Sauer,
Walter Weber,
Matthias Wehrhahn,
Hendrik Werner,
Elsbeth Wolffheim,
Werner Wunderlich und
Harro Zimmermann. |
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Von Dichterfürsten und
anderen Poeten. Kleine Niedersächsische Literaturgeschichte.
Herausgegeben von Dirck Linck (III), Jürgen Peters (I-III) und
Wilhelm Heinrich Pott (I+II). Mit Register und Literaturverzeichnis.
Gebunden. 8°.
Band I. Zweiunddreißig Portraits von
Roswitha von Gandersheim bis Johann Peter Eckermann. 256 Seiten. 38
Abb. 15,— EURO [D]. ISBN 3.927715.29.8. (1993)
Band II. Siebenunddreißig Portraits von
Stendhal bis Arno Schmidt. 288 Seiten. 40 Abb. 19,— EURO [D]. ISBN
3.927715.31.X. (1994)
Band III. Fünfundvierzig Portraits von
Arno Schmidt bis Hans Pleschinski. Mit Fotografien von Isolde
Ohlbaum, Brigitte Friedrich u.a. 336 Seiten. 60 Abb. 23,— EURO [D].
ISBN 3.927715.30.1.* (1996)
»Geschichten, gesetzt aus Poetenleben,
wissenschaftlich fundiert und erzählerisch aufbereitet zu einer
Geschichte von Lebenden.« (NDR, Wolfgang Hausmann)
BAND I.
»Die Mehrzahl der hier abgedruckten Portraits geht zurück auf die
Sendereihe ›Literatur um acht‹ (NDR), die sich nach und nach
zusammenfügte zu einer Kleinen Literaturgeschichte. [...]
Pausbäckige Heimattümelei sollte dabei unbedingt vermieden werden,
ebenso wie aufgesetzter Regionalismus und ein verschwiemelter Jargon
der lokalen Eigentümlichkeiten, aber auch jeder nicht minder
bornierte Versuch, Autoren und ihre Werke sozusagen
landsmannschaftlich an die Leine zu legen.
Stattdessen ging es darum, den Fundus der Historie zu durchmustern
auf Dichterfürsten und andere Poeten, deren Ausstrahlung immer schon
hinausreichte über den Rand des eigenen kleinen Vaterlandes. [...]«
(aus dem Vorwort zu Band I)
Portraits über Herzog Anton Ulrich zu
Braunschweig und Lüneburg, Jens Baggesen, Gottfried Christoph
Beireis, Hermen Bote, Gottfried August Bürger, Joachim Heinrich
Campe, Giacomo Casanova, Johann Peter Eckermann, Till Eulenspiegel,
Roswitha von Gandersheim, Johann Wolfgang Goethe, Carl Grosse,
Johann Gottfried Herder, Ludwig Christoph Heinrich Hölty, Berthold
von Holle, August Wilhelm Iffland, Charlotte Kestner, August
Klingemann, Friedrich Gottlieb Klopstock, Adolph Freiherr Knigge,
Gottfried Wilhelm Leibniz, Johann Anton Leisewitz, Gotthold Ephraim
Lessing, Georg Christoph Lichtenberg, Karl Philipp Moritz, Karl
Friedrich Hieronymus von Münchhausen, Novalis, Die Schlegels,
Dorothea Schlözer, Johann Heinrich Voß, Die Prinzessin von Zelle,
Johann Georg Zimmermann.
BAND II.
Portraits über Lou Andreas-Salomé, Gottfried
Benn, Wilhelm Busch, Gerrit Engelke, Friedrich Gerstäcker, Jerimias
Gotthelf, Jacob u. Wilhelm Grimm, Ferdinand Hardekopf, Otto Erich
Hartleben, Heinrich Heine, Peter Hille, Karl Jakob Hirsch, Ricarda
Huch, Hoffmann von Fallersleben, Herbert Ihering, Hans Henny Jahnn,
Ernst Jünger, Werner Kraft, Theodor Lessing, Hermann Löns, Heinrich
Albert Oppermann, Wilhelm Raabe, Erich Maria Remarque, Dorothy
Richardson, Rainer Maria Rilke, Joachim Ringelnatz, Arno Schmidt,
Julchen Schrader, Kurt Schwitters, Christof Spengemann, Paul
Steegemann, Stendhal, Carl Sternheim, Mark Twain, Heinrich Vogeler,
Georg von der Vring, Friedrich Wilhelm Wagner.
BAND III.
Der abschließende dritte Band einer ›Kleinen Niedersächsischen
Literaturgeschichte‹ setzt ein zu einem Zeitpunkt, als aus dem Land
Niedersachsen eine real existierende geografische Größe wird. Nach
1946. Niedersachsen ist nicht geworden; es wurde gemacht. Das hat
die Braunschweiger, Oldenburger, Emsländer, Ostfriesen, Osnabrücker,
Hannoveraner, Göttinger nicht veranlassen können, Niedersachsen zu
werden.
Für die Herausgeber radikalisierte sich die Erkenntnis, daß die
Kriterien einer Auswahl immer schwieriger zu bestimmen waren: Wer
soll portraitiert werden, wer nicht. Es blieb bei dem von Anfang an
bestimmten Ziel, für Literatur zu werben, zum Weiterlesen zu
verführen.
Vertreten sind Einheimische, Durchreisende (in einem Fall per
Fahrrad), Zugereiste, Weggereiste. Wieder war das Stichwort
Niedersachsen ein bewußt weitmaschiges Netz. In dem sich bekanntlich
nur dickefette Fische fangen lassen. Auf die kommt es aber an.
In den ersten beiden Bänden konnte es – bei zunehmender Unsicherheit
– immer noch darum gehen, die unbestreitbar wichtigsten Autorinnen
und Autoren zu präsentieren. Auch wenn es Namen gab, die man
vermissen konnte; so Justus Georg Schottel, genannt Schottelius, in
Band I oder Ludwig Börne oder Vicky Baum in Band II.
Literaturgeschichten, auch kleine, trauen sich zu historisieren; ob
die Geschichte ihnen da folgen mag, ist eine andere Frage.
Andererseits: Solange Leser noch der Lektüreerfahrung trauen können
und nicht der Geschichte der Literaturwissenschaft, ist alle
Literatur Gegenwartsliteratur. Die Herausgeber haben auch Bücher
berücksichtigt, denen – möglicherweise – absehbar keine große
Zukunft bevorsteht; Bücher können in einer bestimmten historischen
Konstellation wichtig sein, und dann nicht mehr.
Konsequent, daß die Beiträge diesmal nicht chronologisch angeordnet
wurden.
Im dritten Band geht es auch darum, das literarische Leben
Niedersachsens in seiner Breite und Vielfalt zu Wort kommen zu
lassen; die Diskussionen der Herausgeber mögen bisweilen die
Dramaturgie einer Regierungsbildung simuliert haben. Auch der Zufall
hat mitgemischt; nicht jeder der zugesagten Beiträge ist rechtzeitig
fertig geworden.
Ein breites Spektrum; Überschneidungen waren erwünscht. Neben
Vertretern einer plattdeutschen Literatur stehen solche, die durch
die Zeit des Faschismus und des Zweiten Weltkrieges geprägt worden
sind. Im Fall des radikal überarbeiteten ›Helianth‹ konnte sein
Autor Schaeffer in diesen Band hereingeholt werden. Nossack hat den
Brand Hamburgs vom Süden her mit ansehen müssen; eines seiner
bedeutendsten Bücher sucht seinen Helden in Uelzen. Arno Schmidt,
der Wichtigste, ist hier noch einmal vertreten. Nun mit seinem
Spätwerk. Der Autor eines auch international erfolgreichen
Theaterstücks war Lehrer in Hannover. Hans-Joachim Haecker. ›Dreht
euch nicht um‹.
Es wird niemanden überraschen, daß weit über die Landesgrenzen
hinaus bekannte Autoren wie Karl Krolow, Walter Kempowski, Rolf
Dieter Brinkmann oder Helmut Heißenbüttel hier gewürdigt werden.
Daneben junge Autorinnen und Autoren. Hans Pleschinski, Ronald M.
Schernikau, Pieke Biermann, Friedhelm Kändler. Was immer sie alle
mit Niedersachsen zu tun haben, es kann hier nachgelesen werden. Das
betrifft auch Autoren, die mehr mit Niedersachsen zu tun haben, als
eine fundierte Bildung es sich träumen läßt. Günter Grass, Hubert
Fichte, Brigitte Kronauer und Peter Rühmkorf.
Kriminalromane spielen hier, der Kampf gegen die Endlagerung von
Atommüll kommt zur Sprache, das Nachleben des Faschismus,
Frauenleben, Männerleben, Kulturbetrieb, Terrorismus. Fast ein
Leitmotiv: Der Eingriff der studentischen Protestbewegung in den
Alltag. In Politik, Sexualität, Sprache.
Was Otto Waalkes und Käpt‘n Blaubär mit dem Land zu schaffen haben,
auch das läßt sich hier nachlesen. Es war das besondere Vergnügen
der Herausgeber, mit dem niedersächsischen Netz nach Autorinnen und
Autoren zu fischen, die jenseits der traditionellen Grenzen von
Roman, Theater und Lyrik aufzufinden sind. Die Filmemacherin Doris
Dörrie, die Geschichten schreibt; den rockenden Essayisten und
Lyriker Helmut Salzinger; die Zeichner und Autoren der Neuen
Frankfurter Schule; den Filmemacher Eberhard Fechner.
So wie, Tusch!, den Wahlhannoveraner und Totalkünstler Timm Ulrichs,
dessen Doppelselbstbildnis – verfremdet – unser Titelblatt schmückt.
Portraits über Oswald Andrae, Chris Bezzel,
Pieke Biermann, Nicolas Born, Rolf Dieter Brinkmann, John Le Carré,
Hugo Dittberner, Hannsferdinand Döbler, Doris Dörrie, Anne Duden,
Bernd Eilert, Eberhard Fechner, Hubert Fichte, Hans Jürgen Fröhlich,
Christian Geissler, Max Goldt, Günther Grass, Fritz Graßhoff,
Hans-Joachim Haecker, Helmut Heißenbüttel, Horst Janssen, Friedhelm
Kändler, Walter Kempowski, Ingomar von Kieseritzky, Karl Krolow,
Brigitte Kronauer, Bernhard Lassahn, Detlev Meyer, Hans Erich
Nossack, Hans Pleschinski, Peter
Rühmkorf, Helmut Salzinger, Albrecht Schaeffer, Ronald M. Schernikau,
Arno Schmidt, Greta Schoon, Stefan Schütz,
Adam Seide, Hannelies Taschau,
Timm Ulrichs, Bernward u. Will Vesper, Guntram Vesper, Günter
Wallraff, Hans Jürgen von der Wense, Rudolf Otto Wiemer.
Ein Stück bundesrepublikanischer Literaturgeschichte,
wissenschaftlich fundiert und erzählerisch aufbereitet.
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