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Verlag für die Kleine Kunst, Literatur, Essay und Literaturwissenschaft

REVONNAH VERLAG HANNOVER

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Druckhinweise

Adam Seide | Person und Werk

Adam Seide — »Hinterm blauen Tor«. Ein Portrait 
von Henning Rischbieter

»Adam Seide — Ein vielseitiger Langstreckenläufer«. Ein Portrait
von Dora Diamant

ego

Die Zeitschrift »Yardbird« (Nr. 1-6) / »Egoist« (Nr. 7-18) / »Der neue Egoist« (2 Ausgaben), herausgegeben von Adam Seide. Hannover u. Frankfurt/M. 1958-1976.

Annähernd zwei Jahrzehnte hindurch ist diese Zeitschrift für Kunst und Literatur, für Kultur und Politik unmittelbar am Puls der Zeit – und so manches Mal ihr voraus. Die besten Autoren sind in hier versammelt. Sie ist ›das‹ Projekt, um den nie ruhenden »Kunstaufspürer, Literaturversammler und Menschenfischer« (Rischbieter) Adam Seide kennen zu lernen, wie auch die Avantgarde in Kunst in Literatur in den 60er und 70er Jahren. Ein Ein-Mann-Projekt, in dem Adam Seide zugleich Herausgeber, Redakteur, Lektor, Graphiker und Setzer, Verleger, Anzeigenakquisiteur, Sekretär, Lagerist und Vertrieb ist. Eine geradezu unglaubliche Leistung. Unter den langlebigen Zeitschriften des 20. Jahrhunderts mag es neben »Sturm« und »Aktion« nicht viel mehr als eine Handvoll anderer von dieser Art und von dieser Bedeutung gegeben haben.
Eine Dokumentation ist längst überfällig, zumal nur wenige Bibliotheken und Privatpersonen diese Zeitschrift vollständig besitzen. Wir werden an dieser Stelle in lockerer Folge – so wie uns die Ausgaben in die Hände fallen – diese Dokumentation beginnen.

Vita.
Geboren am 2. Juli 1929 in Linden/Hannover.
Schriftsteller, Kunst- und Theaterkritiker, Herausgeber, Galerist und Schriftsetzermeister. 
Studierte 1955-1958 an der Hochschule für Sozialwissenschaften in Wilhelmshaven u.a. bei Wolfgang Abendroth. Eröffnete 1958 eine der ersten privaten Galerien in Hannover (bis 1962); Treffpunkt der Maler der zweiten Nachkriegsgeneration. 1962 Umzug nach Frankfurt/Main. 1970-1979 wieder in Hannover. 1982/83 erster Stadtschreiber in Unna/Westf. Gründete 1984 das erste deutsche Literaturbüro in Frankfurt. P.E.N. Mitglied seit 1990. Gerrit Engelke Preisträger der Stadt Hannover 1991. Erster Nicolas Born Preisträger (Niedersächsischer Kunstpreis 2000). Seit 1998 Dozent an der Hochschule für Gestaltung (HfG) in Karlsruhe. Verheiratet mit der Bildhauerin Ann Reder. Lebt seit 1979 in Frankfurt/Main. Adam Seide verstarb am 29.4.2004 in Limburg/Lahn an den Folgen einer Lungenentzündung. Er liegt auf dem Frankfurter Hauptfriedhof begraben.

Publikationen.
1968 »BauKunstBau« (über Architektur und Bildende Kunst).
1979 »Das ABC der Lähmungen« (Prosa, Postskriptum). 
1980 »Im Zustand wie gesehen« (Roman, Rowohlt). 
1985 »Taubenkasper. Von Kämpfen, Siegen, Niederlagen, Verstrickungen, Weimarer Republik und Zechenkolonie« (Roman, Athenäum). 
1986 »Die braunschweigische Johanna. Ein deutsches Requiem« (Roman, Athenäum; Revonnah 1999, 2. erw. Aufl. 2001).
1987 »Rebecca oder ein Haus für Jungfrauen jüdischen Glaubens in Frankfurt am Main« (Roman, Athenäum). 
1999 »Beckett« (Essays, Revonnah). 
2000 »...es ist nur eine Reise...« (1. Teil der Romantrilogie »Drei alte Maler«, Revonnah). 
u.a.

Herausgaben.
1958-1976 »Yardbird/Egoist/Der neue Egoist« (Zeitschrift, Hannover Frankfurt). 
1958-1962 »Schriften zur zeitgenössischen Kunst« (Schriftenreihe, Linden).
1963 u. 1983 »Was da ist. Kunst und Literatur in Frankfurt« (Anthologie, Frankfurt). 
1963 Albert Schulze Vellinghausen »Anspielungen« (Kunstkritiken, Velber b. Hannover). 
1968 John Anthony Thwaites »Der doppelte Maßstab« (Kunstkritiken, Frankfurt).
1986/87 »Hessischer Literaturbote« (Zeitschrift, Frankfurt). 
Seit 1998 »Munitionsfabrik« (Zeitschrift, Karlsruhe).
u.a.

Gestaltung, Typographie, Graphik.
1960-1980 »theater heute« (Zeitschrift, Velber b. Hannover).
60er Jahre einige Titel der Büchergilde Gutenberg.
60er Jahre Zeitschrift und Plakate der Volksbühne Frankfurt.
1963 »Hannover in den Zwanziger Jahren« (Katalog, Kunstverein).
u.a.

Veranstaltungen und Feste.
1962-1970 Lesungen von Becketts »Wie es ist« in Kirchen u. anderswo.
1974 Altstadtfest Hannover.
1974-1976 Projektgruppe Straßenkunst in Hannover.
1976 Kunstverein Frankfurt.
1979 zur Eröffnung des Sprengel Museums Hannover.
1983-1987 Heimatmuseum of Modern Art in Eppstein.
u.v.m.

Mitarbeiter zahlreicher Kataloge, Anthologien, Zeitschriften, Zeitungen und im Rundfunk.