|
Gesamtverzeichnis
Die neuen Bücher
Bestellen
Veranstaltungen
Pressematerial
Verlagsgeschichte
Unds
Revonnahbriefkasten

Revonnah
Verlag Hannover
Im Moore 33
D-30167 Hannover
Telefon/Fax:
[+49] (0511) 17 27 3
© 2005 Revonnah Verlag
Nutzungsbedingungen
Druckhinweise
|
|
 |
|
 |
|
Literatur- und Sprachwissenschaft. Autoren alphabetisch
|
|
 |
|
Andere Blicke. Habilitationsvorträge afrikanischer Germanisten an
der Universität Hannover über Schiller, Herder, Heine, Chamisso,
Keller, Traven, Kafka, Rezzori und Hesse. Geleitwort v. Eberhard
Lämmert. Nachwort v. Leo Kreutzer. 208 Seiten. Broschur. 22,— EURO
[D]. ISBN 3.927715.51.4. (1996; = Schriftstücke 1)
»Die Untersuchungen an deutschsprachigen
Texten des 18. bis 20. Jahrhunderts, die westafrikanische
Germanisten in diesem Bande vorlegen, geben in klassische und in
moderne Texte der deutschen Literatur Einblicke, die bei aller
Umsicht ihrer philologischen Absicherung gegenüber den in
Deutschland vorherrschenden Auslegungen bemerkenswert neue Akzente
setzen. Dabei läßt die wechselnde Aufmerksamkeit auf ästhetische
Reize und auf thematische Besonderheiten der behandelten Texte neben
dem je eigenen Blick aber auch Gemeinsamkeiten erkennen, die eine
vergleichende Übereinsicht dieser Interpretationen reizvoll machen.
Es gibt unter den hier vorgelegten Studien nicht eine einzige, in
der die Lebensbedingungen ihres Herkunftslandes und deren Geschichte
nicht den Anstoß zu neuen Entdeckungen auch in der deutschen
Literatur geben. Herders Interesse für unterdrückte Völker,
Macpherson’s Mimikry als schottischer Barde im Zuge der englischen
Besetzung seiner Heimat, Geßlers »Kolonialprojekt« in Schillers
»Tell« und Chamissos Verhältnis zu den »Wilden« geraten unter neue
Beleuchtung. Aus Heines Anstoß zur Wiederbelebung eines
verschütteten Volksglaubens wird seine Anteilnahme am Geschick der
Unterschichten ablesbar, und an Kellers Novelle vom »Verlornen
Lachen« legt eine sensible Lektüre den literarischen Reflex von
Modernisierungsschäden frei. Wir begegnen Kafkas Schwanken zwischen
den Kulturen und werden bei Traven Zeugen der empfindlichen
Zeitversetzungen zwischen Land- und Stadtkultur in Mexico. Hermann
Hesse finden wir unter westafrikanischem Blick mit der
meditativ-sehnsüchtigen Rückführung der Moderne zu einem
ganzheitlichen Denken beschäftigt und Gregor von Rezzori mit den
Erinnerungsbildern vom Völker- und Kulturengemisch im Czernowitz
seiner Kindheit.« (Eberhard Lämmert, Berlin)
Die zehn Vorträge ergeben ein gleichermaßen in
sich vielfältiges und konsistentes Gesamtbild: Zwischen Herders
Gedanken über die »Lieder alter Völker« und Gregor von Rezzoris
Roman über ein multikulturelles »Tschernopol« reihen sich die Themen
und Gegenstände wie an einem Faden auf.
Der Titel »Andere Blicke« gibt zu verstehen, daß wir es bei der
kulturell scheinbar homogenen Gruppe, die sich hier zu Wort meldet,
nicht mit so etwas wie einem »afrikanischen Blick« zu tun haben,
sondern mit Individuen und ihren persönlichen Interessen und
Arbeitsweisen. Soweit die Blicke, welche diese Individuen auf
deutschsprachige Literatur werfen, gleichwohl ›auf eine gemeinsame
Weise‹ anders sind, sind sie das deshalb, weil ähnliche
historisch-gesellschaftliche Erfahrungen sie verbinden.
Die Senegalesin Khadi Fall, der Ivorer Kokora Michel Gneba und die
Kameruner Joseph Gomsu, Norbert Ndong und Simo, deren Hannoversche
Habilitationsvorträge mit diesem Buch gesammelt vorgelegt werden,
gehören zur ersten Generation schwarzafrikanischer Germanisten.
|
|
 |
|
Walter Beller. Goethes Wilhelm Meister Romane. Bildung für eine
Moderne. 288 Seiten. Broschur. 35,50 EURO. ISBN 3.927715.52.2.
(1995; Diss.; = Schriftstücke 2)
Goethe und kein Ende? So wird, so soll es
sein!
Aber nicht, einer herkömmlichen Logik der Forschungslücke und des
Spezialistentums folgend, die 999. Arbeit über irgendeine noch nicht
hinreichend gewürdigte Nebenfigur oder die fixe Anwendung der
allerneuesten Theorie und Methode, sondern der Versuch, zwei
wichtige Romane Goethes neu zu lesen.
Im Vordergrund dieser Untersuchung steht eine sorgfältige
Textinterpretation, die weniger über den literarischen Text verfügt
als mit ihm kommuniziert
und mitteilt, warum er ihr wichtig ist.
Die in den »Wilhelm Meister« Romanen geführte literarische
Diskussion über Bildung und Erziehung in einer Gesellschaft im
Aufbruch ist Teil einer umfassenden literarischen Reflexion über
deren Zustand und
Entwicklungsmöglichkeiten. Die Untersuchung legt dar, wie die Romane
Traditionalität und Modernität nicht gegeneinanderstellen, sondern
ästhetisch und gesellschaftlich widerspruchsvoll vermitteln, und sie
zeigt, daß die auf einem Zusammenhang von Kultur und Entwicklung
bestehenden und gegen Reduktionen argumentierenden Romane Goethes im
Lichte heutiger Erfahrungen als Vorschläge für eine andere Moderne
höchst aktuell und bedenkenswert geblieben sind.
|
 |
|
Arne Born. Wie Uwe Johnson erzählt. Artistik und Realismus des
Frühwerks. 208 Seiten. Broschur. 30,50 EURO [D]. ISBN 3.927715.94.8.
(1997)
»Wie Uwe Johnson erzählt, bekommen seine
Leserinnen und Leser zu spüren. Doch wenn sie genauer wissen wollen,
was der Autor leistet und ihnen bietet, dann empfiehlt sich die
ergänzende Lektüre von Arne Borns Untersuchung. Ihr ist nämlich zu
entnehmen, daß Johnsons Erzählweise an Traditionen anknüpft und
Perspektiven öffnet, die auf einen Realismus abzielen, wie ihn die
jüngste Vergangenheit gebraucht hat und die Gegenwart noch immer
vertragen kann. Wer Johnson liest, befindet sich also auf der Höhe
der Zeit, auch wenn 13 Jahre seit seinem Tod und 38 Jahre seit dem
Erscheinen seines Debütromans vergangen sind.« (Horst Denkler,
Berlin)
»die erste systematische Gesamtdarstellung der
Erzähltechnik in Johnsons Frühwerk« (Zeitschrift für
Germanistik)
»Sehr lesenswert und in dieser Genauigkeit neu
ist Borns Widerlegung der von Bernd Neumann aufgestellten Behauptung
eines ›eudämonistischen Arbeitslebens‹ des Jakob Abs.«
(Johnson Jahrbuch)
|
 |
|
Elias Onwuatudo Dunu. Modernisierungsprozesse und
Literatur. Bedrohte Lebensräume in deutschsprachigen und
subsaharischen Erzähltexten des 19. und 20. Jahrhunderts. Über Okot
p’Bitek, Karl Immermann, Gottfried Keller, Wilhelm Raabe, Wole
Soyinka, Adalbert Stifter, Ngugi wa Thiong’o und Amos Tutuola. 348
Seiten. Broschur. 45,50 EURO. ISBN 3.927715.58.1 (2000; Diss.; =
Schriftstücke 8)
Die Frage ist, an welchem Phänomen
manifestiert sich Globalisierung, was ist der Kristallisationspunkt
dieser vermeintlichen Bewegung zu einer einzigen Welt? Am Phänomen
Modernisierung läßt sich diese Bewegung in all ihren Implikationen –
Gewinne und Kosten – ausmachen.
Im Mittelpunkt dieser Arbeit stehen literarische Entwürfe von
Tradition und einer auf sie Druck ausübenden Moderne, insbesondere
die Darstellung gesellschaftlichen Modernisierung aus der
Perspektive der »Opfer« sowie derjenigen, die die Kosten des
»Fortschritts« wahrzunehmen vermögen.
Anhand von vier Texten deutschsprachiger Autoren des 19.
Jahrhunderts und vier englischsprachiger afrikanischer Autoren des
20. Jahrhunderts wird hier der Frage nachgegangen: Ist die Haltung
der Menschen sozialen Innovationen und gesellschaftlicher
Modernisierung gegenüber zu jeder Zeit und überall gleich? Oder
führen historische Begebenheiten, regionale und kulturspezifische
Verhältnisse zu einer unterschiedlichen literarischen Gestaltung?
Die Analyse literarischer Zeugnisse aus unterschiedlichen Kulturen
und Zeiten konkretisiert die Idee der Globalität, denn dadurch
werden die »anderen« Kulturen in Szene gesetzt und die Prämissen
erst geschaffen, unter denen Wechselwirkungen von Universellem und
Partikularem im Zeichen von Globalisierung erörtert werden können. |
 |
|
Jochen Hengst / Heinrich Lewinski. Hans Henny Jahnn / Ugrino. Die
Geschichte einer Künstler- und Glaubensgemeinschaft. Mit einer
Bibliografie v. Arne Drews. 288 Seiten. 139 Abb. Broschur. 26,50
EURO [D]. ISBN 3.927715.08.5. (1991)
»ebenso materialreich wie exzellent«
(Ulrich Bitz, Konkret)
»ein innovativer Anstoß für die Jahnn
Forschung« (Wolfgang Popp, Forum Homosexualität und
Literatur)
|
 |
|
Thomas A. Keck. Molière auf Deutsch. Eine Bibliographie deutscher
Übersetzungen und Bearbeitungen der Komödien Molières, mit
Kurzbeschreibungen. 192 Seiten. Broschur. 40,50 EURO [D]. ISBN
3.927715.63.8. (1996; = Bibliographische Bibliothek 3)
Die Bibliographie verzeichnet 34 Komödien
Molières, von denen 650 deutsche Übersetzungen und Bearbeitungen
nachweisbar sind. Sofern Autopsie möglich war, ist die Titelaufnahme
mit einer Kurzbeschreibung verbunden (inhaltlich relevante
Rahmentexte wie Vor- oder Nachworte, Veränderungen im
Personenbestand, in Akt- und Szenenaufbau, Raffungen, Streichungen,
Hinzufügungen usw., Beibehaltung des Verscharakters (metrische
Struktur) oder Transponierung in Prosa etc.).
|
 |
|
Hans-Peter Klemme. Nach dem Vorhang. »Emilia Galotti« und Lessings
Dramaturgie der kritischen Reflexion. 320 Seiten. Gebunden. 25,—
EURO [D]. ISBN 3.927715.84.0. (2000; Diss.)
Im Mittelpunkt der Untersuchung steht die
vermeintlich rätselhafte Wendung, die Lessing »Emilia Galotti« in
den Schlußszenen nehmen läßt. Dramaturgisch sowohl wie psychologisch
besonders unbefriedigend wirkt Emilias Verführbarkeitsbehauptung,
die vom Handlungsverlauf bis dahin nicht im geringsten vorbereitet
ist und so den Vorwurf eines Deus ex machina provoziert.
Die Forschungsliteratur half das Problem nicht lösen, da ihre
Versuche, die Kluft aufzuheben, in der Regel darin bestanden, die
Verführbarkeitsbehauptung durch einzelne Aussagen des Stückes als
vorbereitet anzusehen, diese Belege aber einer näheren Untersuchung
nicht standhielten.
Mittels einer wertneutralen und auf die textuale Dynamik
ausgerichteten Lektüre und Analyse des Trauerspiels gelingt hier die
Einbettung des Stückschlusses und so auch der Nachweis formaler wie
inhaltlicher Stringenz in Lessings »Emilia Galotti«. Lessings
Tragödientheorie bietet die Möglichkeit, das Politische im Formalen
des Stückes zum Ausdruck zu bringen, es gleichsam in die Form hinein
zu komponieren.
Wer dazu neigt, Forschung mit dem vom Autor des »Faust« auch in
dieser Hinsicht prototypisch angelegten Famulus Wagner als
unentwegtes Vorantreiben eines gegebenen Wissensstandes und damit
als stetigen Fortschritt zu verstehen, der kann hier beim Lesen der
pointiert und ebenso gescheit wie temperamentvoll diskutierten
Forschungsreferate ein blaues Wunder erleben. Zu attestieren ist
weitgehend Ratlosigkeit und Unverständnis einer langen Reihe von
Interpreten gegenüber dem Stück.
Der politische Wirkungsansatz des Stückes enthüllt sich erst nach
dem Vorhang, indem der Zuschauer Abscheu und Widerstand gegen ein
gesellschaftliches System entwickelt, das nicht nur als
verantwortlich für den Tod Emilias erkannt wird, sondern auch die
Autonomie des bürgerlichen Zuschauers bedroht.
|
|
 |
Michael Lissek. »Lass uns immer aufbrechen und niemals
ankommen«. Hans Jürgen von der Wenses Werk (1914-1966). 352
Seiten. 30 Abb. Broschur. 30,— EURO [D]. Diss. (summa)
»Mit Wense ist eine alles überragende
Persönlichkeit in unseren Kreis eingetreten. Sein Bildungs- und
Interessenniveau übersteigt das aller anderen. Die eruptiv visionäre
Kraft seiner künstlerischen Kundgebungen hebt ihn fast
einzelgängerisch von allen ab.« (Hermann Scherchen)
»Wense, ein Feuerkopf. [...] Inmitten von
Katastrophen wechseln die Perspektiven und auch die Positionen wie
bei einem Erdbeben oft über Nacht.« (Ernst Jünger in der
Frankfurter Allgemeinen Zeitung)
»Jedem Vernünftigen [ist] klar, daß man eine
37 Jahre lange Lebensarbeit, die über 300 Sprachen und Völker in
noch nie betretene Räume und Hochebenen des Geistes vordringt, nicht
auf Literatenmanier spornstreichs fix und fertig ›machen‹ kann
voller Fehler und Halbheiten u Lügen, wenns nur schnell da ist, daß
der Verleger sein Scherflein dabei heraushat, ehe es morgen wieder
Makulatur ist und abgetan und vergessen wie die Zeitung von gestern.
Ich schreibe nicht fürs Klo, sondern für die ewigkeit, oder ich
schreibe nichts!« (Hans Jürgen von der Wense. 1957)
So ruhen auch heute noch über 40.000 Blatt an
unveröffentlichten Manuskripten von enormer sprachlicher Gewalt in
einem privat geführten Archiv in der Nähe von Freiburg. Michael
Lissek unternimmt in seinem Buch den atemberaubenden und geglückten
Versuch, dieses einmalige Werk zum ersten Mal vollständig zu
kartographieren.
Aus dem Inhalt: Wense, Jean Paul und der
Futurismus — Chinesischer Maurer. Wenses Übertragungen — Wense sucht
das Weite und (er)findet die Mittelgebirge: Das »Wanderbuch« — Das
Geschäft der Weltbeglückung und das Glück der Welt. Wense und der
Nationalsozialismus — Wense und die Frage der Publizität —
Resonanzräume des Werkes. Wenses Briefe — Die Welt neu
buchstabieren. Das »All-Buch« — Katalog des Nachlasses.
|
 |
Shaban Mayanja. »Pthwoh! Geschichte bleibe ein Zwerg, während ich
wachse!«. Untersuchungen zum Problem der Übersetzung afrikanischer
Literatur ins Deutsche. Über Chinua Achebe, Aniceti Kitereza, Ken
Saro-Wiwa, Ngugi wa Thiong’o, Amos Tutuola u. Timothy Wangusa. 256
Seiten. Broschur. 35,50 EURO [D]. ISBN 3.927715.25.5 (1999; Diss.; =
Schriftstücke 9)
Grundlegend für die vorliegende Arbeit war die
Überlegung, daß eine erfolgreiche Literaturübersetzung letztendlich
in eine Kulturübersetzung münden muß; Kenntnisse über die Kulturen
und Gesellschaften der beteiligten Sprachen also in den Mittelpunkt
des translatorischen Handelns zu stellen sind.
Eine besondere Rolle in den Überlegungen spielt der dritte Text.
Gemeint ist damit, daß neben einem in einer europäischen Sprache
geschriebenen afrikanischen Text (1) und dem in eine andere
europäische Sprache übersetzten Text (2) ein weiterer Text in einer
afrikanischen Sprache besteht, der ersteren chronologisch gesehen
vorausgegangen ist. Dieser dritte Text ist allerdings nicht
schriftlich fixiert, sondern ›implizit‹ vorhanden. Afrikanische
Lebenswelten werden in afrikanischen Sprachen erlebt und drücken
sich in der Regel durch diese aus.
Den dritten Text zu dekodieren und ihn in seinen Besonderheiten
treffend im Deutschen wiederzugeben, ist nicht allein mit
Sprachkompetenz zu bewältigen, sondern vielmehr durch
Kulturkompetenz. Diese Dimension wird in Abgrenzung gegen eine rein
philologische Übersetzungsanalyse anhand ausgewählter afrikanischer
Texte exemplarisch dargestellt.
|
 |
Jean Pascal Nga. Wortbildung im Deutschen und im Ewondo (Kamerun).
Analogien und Kontraste zwischen Ausgangs- und Zielsprache. Unter
besonderer Berücksichtigung der Morphologien und semantischen
Kriterien. 156 Seiten. Broschur. 30,50 EURO [D]. ISBN 3.927715.96.4.
(1999; Diss.)
Aus dem Inhalt: Entstehung des Themas —
Zielsetzung — Die Problematik — Das methodische Verfahren — Zur
Abgrenzung des Themas — Definition von angewandten Begriffen.
Sprachenvergleich: Wortbildung im Deutschen und im Ewondo.
Kapitel I: Wortbildung des Substantivs —
Kapitel II: Wortbildung des Adjektivs — Kapitel III: Wortbildung des
Verbs. Bilanzierung. Wortbildungsregeln
— Schlußbetrachtung — Literaturverzeichnis.
|
|
 |
Heiko Postma. Gute Nacht, Goethe! Friedrich Theodor Vischer und sein
»Faust III«. Für die Goethe Gesellschaft Hannover hrsg. v. Peter
Meuer. 80 Seiten. Broschur. Kl.-80. 8,— EURO [D]. ISBN
3.934818.30.7.* (2001)
|
 |
Jens Runkehl / Torsten Siever. Das Zitat im Internet. Ein Electronic
Style Guide zum Publizieren, Bibliografieren und Zitieren
(Handbuch). Beilage: Short Guide zum Herausnehmen. 128 Seiten. 3.
korr. Auflage 2001. Broschur. 13,50 EURO [D]. ISBN 3.927715.83.2.
Das Internet ist zitierbar: Mit dieser
Neuerscheinung wird die digitale Bibliothek des WWW nutzbar.
Erster Electronic Style Guide Deutschlands!
Sie wollen selbst Texte im globalen Netz zur
Verfügung stellen? Oder sie wollen Dokumente aus dem Web zitieren?
Doch wie können Dokumente überhaupt zuverlässig gefunden werden? Was
passiert, wenn Daten verschoben oder gelöscht werden? Der erste
Electronic Style Guide für Deutschland geht diesen Fragen auf den
Grund:
1. »Das Zitat im Internet« ist ein
praxisorientierter Leitfaden, der das Zitieren und
Veröffentlichen von Online Dokumenten, Web Seiten, Emails, News,
Chats u.a. aufzeigt 2. Ein Short Guide zum
Herausnehmen enthält die wichtigsten Informationen auf einen
Blick.
Im Gegensatz zu den ebenfalls dargestellten internationalen Style
Guides und Normen wird das Zitieren hier nicht isoliert betrachtet:
Ein Zitat und dessen Aufnahme in ein Literaturverzeichnis ist davon
abhängig, in welchem Datenformat die Veröffentlichung vorliegt.
Hierzu gibt der Band Empfehlungen: Welche formalen Gesichtspunkte
sind zu erfüllen? Und: Welches Datenformat ist für die jeweilige
Textsorte das geeignetste?
Der theoretisch Interessierte wird in einem zweiten Teil über den
Stand des elektronischen Publizierens und grundlegender
bibliothekarischer Ansätze informiert. Hierzu gehören nicht nur
Themen wie Metadaten, Verschlagwortung, Retrieval und Copyright.
Auch die Vorteile der digitalen Bibliothek werden dargestellt, die
rund um die Uhr geöffnet hat, keine ausgeliehenen Bücher kennt und
kaum Kosten verursacht. Die virtuelle Welt hat aber auch ihre Haken:
Wenn der Autor zum Verleger wird, sorgt kein professioneller Verlag
für Qualität. Keine Bibliothek garantiert die langfristige
Verfügbarkeit von Schriften, und Bücher haben dann mitunter keine
Seitenzahlen – kein Anfang und kein Ende.
Im Hinblick auf den mittlerweile weit über 2
Mrd. Seiten umfassenden ›Bestand‹ der digitalen Bibliothek Internet
schließt diese Neuerscheinung eine immer größer werdende Lücke in
der Arbeit mit Online Texten.
Eine zum Buch aufgeschaltete Website bietet Beispiele,
Musterpublikationen u.a.:
http://www.mediensprache.net/Reihe Schriftstücke, hrsg. v. Leo Kreutzer und Jürgen Peters, s.
Andere Blicke, W. Beller, C. F. v. Blanckenburg, E. O. Dunu, S.
Mayanja und U. Tieck sowie die Seite »Literatur«
auf der Revonnahhomepage unter Herzog Anton Ulrich und Zacharias
Werner
|
|
 |
Alexander Stulpe. Novalis‘ Poesie des Nihilismus. Ästhetik und
Politik in der Frühromantik. 120 Seiten. Broschur. 20,— EURO [D].
ISBN 3.934818.34.X (2001)
»Eine feinsinnige Studie, in der –
exemplarisch für die Frühromantik – die Auflösung von Politik in
Kunst bei Novalis werkgenetisch und werkimmanent nachgezeichnet
wird. Die Untersuchung ist selbst zu einem kleinen Kunstwerk
geworden, in sieben Kapiteln geradezu ästhetisch komponiert. Dabei
ist die Arbeit alles andere als glatt, sie provoziert und fordert
zum Nachdenken heraus, wo sie das scheinbar Selbstverständliche in
Frage stellt.« (Gerhard Göhler, Berlin)
»Die Studie verbindet in ihrer
sozialwissenschaftlichen Perspektive hermeneutische
Gewissenhaftigkeit mit gesellschaftstheoretischer Informiertheit.
Ein wesentlicher modernitäts-diagnostischer Ertrag ist das
Verständnis der Europa-Rede des Novalis als eines Textes, der
keineswegs, wie es seine Oberfläche vermuten läßt, eine
rückwärtsgewandt konservative Utopie propagiert, sondern
Programmelemente einer stets, aber nur momentan möglichen Utopie der
›immanenten Transzendenz‹ in der poetischen Kommunikation moderner,
d.h. von aller metaphysischen Sinnstiftung entbundener –
›exklusiver‹ – Individualität formuliert – und damit auf Nietzsches
›Übermenschen‹ als das welterzeugende ›Kind‹ vorausweist, das den
Nihilismus überwindet, indem es seine Erfahrung akzeptiert.«
(Arnhelm Neusüss, Berlin)
|
 |
Ursula Tieck. Nationalsozialistische und sozialistische Schule in
Uwe Johnson »Jahrestagen«. 64 Seiten. 11 Abb. Broschur. 12,50 EURO
[D]. ISBN 3.927715.55.7 (1998; = Schriftstücke 5)
»Es ist der Umstand, daß die meisten von uns
die lebendigsten Stunden ihrer Tage an Arbeit wenden müssen.
Allerdings ist dies nicht berücksichtigt in der Lehre vom Schönen,
und nichts als eine Tatsache. [...] Uns muß vorgeführt werden, was
die Arbeit einem antut, was er dafür bekommt und was andere dafür
kriegen.« (Uwe Johnson)
Im Laufe des Erzählens der »Jahrestage« baut
Johnson eine weitgespannte Fläche auf, die aus Beziehungsgeflechten
besteht. Manchmal handelt es sich um die Beziehungen innerhalb
kleiner Gruppen: Familie, Freundschaften. Nachbarschaften. Es
tauchen aber auch große Gruppierungen auf: staatliche Institutionen,
Parteien, Kirchen.
Das Material über die ›braune‹ und die ›rote‹ Schule wurde
herausgegriffen, um Johnsons Darstellung von der Beeinflußung und
Erziehung der nachwachsenden Generation zu zeigen.
|
|

 |
Welfengarten. Jahrbuch für Essayismus. Hrsg. v. Leo Kreutzer u.
Jürgen Peters. Ab 2003: Deutsch-afrikanisches Jahrbuch für
interkulturelles Denken, herausgegeben von Leo Kreutzer und David
Simo (Yaoundé/Kamerun). Broschur. 13,50 EURO [D]. Abo 10,— EURO [D].
ISSN 0941.5416. Erscheint jährlich. Bände 1/1990 u. 2/1992 vergriffen; 3/1993: 180 Seiten; 4/1994: 176 Seiten;
5/1995: 180 Seiten; 6/1996: 230 Seiten; 7/1997: 208 Seiten; 8/1998:
208 Seiten; 9/1999: 208 Seiten; 10/2000: 208 Seiten; 11/2001: 208
Seiten. (12)2003: 200 Seiten. (13)2004: 212 Seiten; 14(2005): 240
Seiten.
Über Classicisme und Klassik, E.T.A. Hoffmanns
Goldnen Topf, Rahel Varnhagen, Romantik, Schillers »Maria Stuart«,
Herder Caroline Flachsland und die »Minna von Barnhelm«, die »Gruppe
94 oder Die Rolle der Naturwissenschaft für die Entstehung der
Weimarer Klassik«, »Werthers Echte Leiden«, den Romantheoretiker
Blanckenburg, Casanova in London, Cornelia Goethe als Leserin
zeitgenössischer Briefromane, August v. Humboldt, Annette v.
Droste-Hülshoff zum 200. Geburtstag, Kleists »Michael Kohlhaas« in
Unterrichtsversuchen an den Universitäten Lomé und Cotonou,
Grimmelshausen, Achim von Arnim, die »Insel Felsenburg«, Die »lieben
Afrikaner in deutschen Filmen der NS Zeit«, Herders Konzept
kultureller Identität und sozialer Entwicklung, Emilia Galotti – ein
klassischer Fall sexueller Nötigung, Georg Forsters Essays, Forsters
»Reise um die Welt«, Forsters und Kants Auseinandersetzung über die
Menschenrassen, Bobrowskis letztes Hölderlin Gedicht; zahlreiche
Beiträge zu Goethe u.v.m.
| |